Die 3-2-1-Backup-Regel einfach erklärt
Drei Kopien, zwei Speichermedien, eine Kopie außer Haus: Warum diese einfache Regel die Grundlage jeder zuverlässigen Datensicherung ist.
Von Alexander Voth
Festplatten fallen aus, Laptops werden gestohlen, Dateien versehentlich gelöscht oder von Schadsoftware verschlüsselt. Die Frage ist nicht, ob Daten einmal verloren gehen, sondern wann. Eine durchdachte Datensicherung entscheidet dann darüber, ob es bei einem Ärgernis bleibt oder zum Stillstand im Betrieb kommt.
Was bedeutet 3-2-1?
- 3 Kopien: Neben den Originaldaten existieren mindestens zwei weitere Sicherungen.
- 2 unterschiedliche Medien: Die Kopien liegen auf verschiedenen Speicherarten, zum Beispiel auf einem NAS und in einem Cloud-Speicher.
- 1 Kopie außer Haus: Mindestens eine Sicherung befindet sich an einem anderen Ort, damit auch Brand, Wasserschaden oder Diebstahl sie nicht erreichen.
Die moderne Erweiterung: 3-2-1-1-0
Wegen der Bedrohung durch Ransomware wird die Regel heute oft ergänzt. Die zusätzliche „1“ steht für eine Kopie, die offline oder unveränderbar gespeichert ist und von Angreifern nicht gelöscht werden kann. Die „0“ steht für null Fehler bei der Überprüfung: Jede Sicherung wird regelmäßig auf ihre Wiederherstellbarkeit getestet.
Typische Fehler in der Praxis
Häufig wird nur ein externes Laufwerk genutzt, das dauerhaft am Server hängt. Andere Betriebe sichern zwar regelmäßig, haben aber noch nie getestet, ob sich die Daten tatsächlich zurückspielen lassen. Auch E-Mails, Cloud-Dienste wie Microsoft 365 und die Konfiguration von Geräten werden gern vergessen.
So gehen Sie vor
Erfassen Sie zuerst, welche Daten für Ihren Betrieb unverzichtbar sind und wie lange Sie ohne sie auskommen könnten. Daraus ergibt sich, wie oft gesichert werden muss. Automatisieren Sie die Sicherung, lassen Sie sich über Fehler benachrichtigen und planen Sie feste Termine für Wiederherstellungstests ein.
Ein Backup ist erst dann ein Backup, wenn die Wiederherstellung nachweislich funktioniert.