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Zugänge & Passwörter29. Oktober 20262 Min. Lesezeit

Mehr-Faktor-Authentifizierung: Warum ein Passwort nicht reicht

Gestohlene Passwörter sind für Angreifer Alltag. Ein zweiter Faktor stoppt die meisten dieser Angriffe – und ist schneller eingerichtet als gedacht.

Von Alexander Voth

Person am Schreibtisch hält ein Smartphone neben einem Laptop, beide Geräte zeigen eine Benutzeroberfläche mit Wirbel-Design.
Passwörter werden erraten, bei Datenlecks gestohlen oder über Phishing abgefangen. Viele Menschen nutzen zudem dasselbe Passwort für mehrere Dienste. Gelangt es einmal in falsche Hände, stehen Angreifern oft gleich mehrere Türen offen. Die Mehr-Faktor-Authentifizierung, kurz MFA, schließt diese Lücke.

Wie MFA funktioniert

Bei der Anmeldung reicht das Passwort allein nicht aus. Zusätzlich wird ein zweiter Nachweis verlangt, der aus einer anderen Kategorie stammt: etwas, das Sie besitzen (zum Beispiel ein Smartphone oder einen Sicherheitsschlüssel), oder etwas, das Sie ausmacht (etwa ein Fingerabdruck). Selbst wer Ihr Passwort kennt, kommt ohne diesen zweiten Faktor nicht weiter.

Welche Verfahren es gibt

  • Authenticator-App: Erzeugt alle 30 Sekunden einen neuen Code oder fragt per Push-Nachricht nach einer Bestätigung. Für die meisten Unternehmen ein guter Standard.
  • Hardware-Schlüssel: Kleine USB- oder NFC-Geräte bieten den höchsten Schutz, auch gegen ausgefeiltes Phishing.
  • SMS-Code: Besser als nichts, aber anfälliger für Abfangen und Rufnummernbetrug.

Wo MFA zuerst aktiviert werden sollte

Beginnen Sie mit den Konten, die den größten Schaden anrichten können: E-Mail und Microsoft 365, Fernzugänge per VPN, Online-Banking, Administratorkonten sowie Cloud-Speicher. Gerade das E-Mail-Postfach ist wertvoll, denn darüber lassen sich Passwörter anderer Dienste zurücksetzen.

Ergänzend: ein Passwortmanager

MFA ersetzt keine guten Passwörter. Ein Passwortmanager erzeugt für jeden Dienst ein langes, einzigartiges Passwort und merkt es sich für Sie. Im Team lassen sich gemeinsam genutzte Zugänge damit sicher teilen, statt sie auf Zetteln oder in Tabellen zu notieren.
Planen Sie bei der Einführung auch Ersatzwege ein, etwa Wiederherstellungscodes, falls ein Smartphone verloren geht.
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