Notfallplan für IT-Ausfälle: Was im Ernstfall zählt
Server weg, Internet aus, Daten verschlüsselt? Ein schriftlicher IT-Notfallplan sorgt dafür, dass im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist.
Von Alexander Voth
Wenn die IT ausfällt, herrscht schnell Hektik. Wer muss informiert werden? Wo liegen die Zugangsdaten? Welche Systeme sind zuerst wieder nötig? Ohne Plan gehen in dieser Situation wertvolle Stunden verloren. Ein IT-Notfallplan beantwortet diese Fragen, bevor sie gestellt werden müssen.
Was in einen Notfallplan gehört
- Kontaktliste: Ansprechpartner im Unternehmen, IT-Dienstleister, Internetanbieter, Softwarehersteller und Versicherung – mit Telefonnummern, die auch ohne funktionierende IT erreichbar sind.
- Übersicht der Systeme: Welche Server, Programme und Cloud-Dienste gibt es, und wer ist dafür verantwortlich?
- Prioritäten: Welche Systeme müssen zuerst wiederhergestellt werden, damit der Betrieb weiterlaufen kann?
- Wiederherstellungsschritte: Wo liegen die Backups und wie werden sie zurückgespielt?
- Kommunikation: Wie werden Mitarbeitende, Kunden und gegebenenfalls Behörden informiert?
Auf Papier, nicht nur auf dem Server
Ein Notfallplan, der nur auf dem ausgefallenen Server liegt, hilft niemandem. Bewahren Sie eine aktuelle ausgedruckte Fassung an einem bekannten Ort auf und hinterlegen Sie eine Kopie außerhalb des Unternehmens. Sensible Zugangsdaten gehören dabei in einen versiegelten Umschlag oder einen Tresor.
Üben macht sicher
Spielen Sie einmal im Jahr ein Szenario durch, zum Beispiel einen Serverausfall am Montagmorgen. Dabei zeigt sich schnell, ob Telefonnummern noch stimmen, ob die Backups vollständig sind und wie lange eine Wiederherstellung wirklich dauert. Halten Sie die Erkenntnisse fest und aktualisieren Sie den Plan.
Klein anfangen
Ein Notfallplan muss kein dickes Handbuch sein. Schon zwei Seiten mit Kontakten, Prioritäten und dem Speicherort der Backups verbessern die Lage im Ernstfall erheblich. Wichtig ist, dass er existiert, bekannt ist und regelmäßig gepflegt wird.