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Cyberangriffe & Phishing29. Oktober 20262 Min. Lesezeit

Ransomware: So schützen kleine Unternehmen ihre Daten

Erpressungssoftware trifft längst nicht nur Konzerne. Mit welchen Maßnahmen kleine und mittlere Unternehmen ihr Risiko spürbar senken.

Von Alexander Voth

Ransomware: So schützen kleine Unternehmen ihre Daten
Ransomware verschlüsselt Daten auf Rechnern und Servern und macht sie unbrauchbar. Für die Freigabe verlangen die Täter Lösegeld. Viele kleine Unternehmen glauben, sie seien kein lohnendes Ziel – doch gerade sie sind oft schlechter geschützt und deshalb attraktiv. Ein Ausfall von wenigen Tagen kann Aufträge, Kundenvertrauen und viel Geld kosten.

Wie Ransomware ins Unternehmen gelangt

Die häufigsten Einfallstore sind manipulierte E-Mail-Anhänge, schwache oder mehrfach verwendete Passwörter, ungesicherte Fernzugänge und Software, für die keine Sicherheitsupdates eingespielt wurden. Oft vergehen zwischen dem ersten Eindringen und der Verschlüsselung Tage oder Wochen, in denen sich die Angreifer im Netzwerk umsehen.

Fünf Maßnahmen mit großer Wirkung

  • Updates konsequent einspielen: Betriebssysteme, Browser, Office-Programme und Firewalls sollten automatisch und zeitnah aktualisiert werden.
  • Backups getrennt aufbewahren: Mindestens eine Sicherung muss vom Netzwerk getrennt oder unveränderbar gespeichert sein, sonst wird sie mitverschlüsselt.
  • Rechte begrenzen: Mitarbeitende arbeiten im Alltag ohne Administratorrechte und haben nur Zugriff auf die Daten, die sie wirklich brauchen.
  • Fernzugänge absichern: VPN und Remote-Desktop gehören hinter eine Mehr-Faktor-Authentifizierung.
  • Endpoint-Schutz nutzen: Moderne Schutzsoftware erkennt verdächtiges Verhalten, etwa wenn plötzlich massenhaft Dateien verändert werden.

Wenn es doch passiert

Trennen Sie betroffene Geräte sofort vom Netzwerk, schalten Sie sie aber nicht ab, damit Spuren erhalten bleiben. Informieren Sie Ihren IT-Dienstleister und prüfen Sie, ob eine Meldung an Behörden oder Datenschutzaufsicht nötig ist. Von einer Lösegeldzahlung raten Sicherheitsbehörden grundsätzlich ab: Sie garantiert weder die Entschlüsselung noch, dass die Daten nicht trotzdem veröffentlicht werden.
Der beste Schutz ist Vorbereitung. Wer funktionierende Backups und einen klaren Notfallplan hat, kann einen Angriff deutlich gelassener überstehen.
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